March 29, 2017

HALLO: SELINA BAUMANN

Participants 2017

Nach dem Studium der Bildenden Künste an der Zürcher Hochschule der Künste absolvierte Selina Baumann ein Musterstudium der Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, welches sie 2014 mit dem Master abschloss.
Ihre Arbeiten wurden 2011 im Petersburger Salon Hamburg ausgestellt. In den darauffolgenden Jahren waren ihre Skulpturen u.a. im Centre de la Photographie in Genf, dem Museo d’Arte Lugano und dem Kunsthaus Zürich zu sehen. Neben dem Hauptförderpreis der Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth erhielt sie 2014 und 2015 den Kiefer Hablitzel Preis und präsentierte ihre Arbeiten im Rahmen der Schweizer Kunstpreise.

Noch bis zum 17. April ist ihre Ausstellung Caravan 1/2017 im Aargauer Kunsthaus zu sehen.

Im Interview spricht sie mit uns über Förderung und Verkauf.

 

Skelett, 2014, Gips, Draht, Gewebe, 160 x 140 x 124 cm

 

Was fördert Kunst?
Der wichtigste Faktor ist Zeit. Dazu Platz und eine Prise Langeweile.

Wer fördert Dich?
Am meisten unterstützen mich Freunde. Ihre Beratung, Kritik und Muskelkraft sind sehr wichtig. Viele meiner Skulpturen kann ich selbst gar nicht mehr hoch heben, verschieben, verpacken oder erst in den Ofen laden.

Kann man Kreativität fördern?
Für mich trifft das zu. Es beruhigt die Existenzängste, schafft Zeit.

Muss sich Kunst verkaufen können?
Nein, das muss sie nicht. Sie kann bekannterweise aus allem Möglichen bestehen. Meine Skulpturen sind jedoch aus fester Materie und bieten sich daher zum Verkauf an. Als Bildhauerin stellt sich auch das Problem der Lagerung. Ich werde nicht in der Lage sein, mich um alle meine zukünftigen Skulpturen zu kümmern. Ebenfalls freue ich mich, wenn sie ihr Dasein ausgestellt statt in Kisten verbringen. Verkauf ist für mich als Künstlerin also viel mehr als reines Einkommen.